Welche Logo-Datei brauchst du? Ratgeber nach Einsatz: PDF oder EPS für die Druckerei, saubere Vektoren fürs Sticken, SVG für Folienplot, Schilder und Web.
Jeder Dienstleister scheint eine andere Datei zu wollen. Die Druckerei will ein PDF, die Stickerei „einen Vektor“, die Werbetechnik fragt nach EPS und der Webdesigner möchte ein SVG. Dieser Ratgeber zeigt dir, welche Logo-Datei jeder braucht und warum – damit du gleich beim ersten Mal die richtige schickst.
Erkennst du das Muster? Fast jedes physische Produkt beginnt mit einer Vektordatei. Rastergrafiken sind vor allem für Bildschirme gedacht.
Druckereien verlangen meist ein druckfertiges PDF des fertigen Layouts, in dem das Logo als Vektorgrafik steckt. Manche akzeptieren für das Logo selbst auch EPS oder AI.
Warum Vektor? Im Druck werden Schrift und Kanten sehr scharf wiedergegeben, deshalb fällt jede Unschärfe eines Pixel-Logos auf – besonders bei kleiner Schrift. Mit einem Vektor-Logo kann die Druckerei außerdem exakte Sonderfarben verwenden, wenn dein Auftrag das erfordert.
Ein JPG in ein PDF zu setzen, macht es nicht zum Vektor. Wenn die Druckerei sagt, dein Logo sei „zu niedrig aufgelöst“, brauchst du eine echte Vektorversion.
Stickmaschinen lesen keine AI- oder SVG-Dateien direkt. Sie lesen eine Stichdatei, die ein Fachmann erstellt, indem er Richtung, Art und Reihenfolge jedes Stichs festlegt. Diesen Vorgang nennt man Punchen (oder Digitalisieren).
Der Puncher arbeitet am besten mit einem sauberen Vektor (AI, EPS, SVG oder PDF): klare Konturen, Vollfarben und keine winzigen Details, die das Garn nicht wiedergeben kann. Aus einem unscharfen JPG muss er raten, wo die Kanten verlaufen – und diese Vermutungen landen auf deinen Shirts und Caps.
Sehr feine Linien und sehr kleine Schrift sind schwer zu sticken. Ein sauberer Vektor hilft der Stickerei zu erkennen, was machbar ist, und Vereinfachungen vorzuschlagen.
Schneideplotter fahren die Konturen deiner Datei mit einem Messer ab. Deshalb sind sie sehr anspruchsvoll:
Die üblichen Formate sind SVG und EPS, manchmal AI oder PDF. Eine Rastergrafik lässt sich gar nicht plotten – sie muss zuerst vektorisiert werden.
Werbetechniker arbeiten in Größen, in denen jeder Fehler vergrößert wird. Ein Logo, das am Bildschirm gut aussieht, kann auf einem 2-Meter-Banner treppenartige Kanten zeigen. Für 3D-Buchstaben, Leuchtkästen, gefräste Schilder und Fahrzeugbeschriftung brauchen sie eine Vektordatei (AI, EPS oder PDF), um präzise zu skalieren, zu schneiden und zu drucken.
Im Web wird das Logo auf Bildschirmen angezeigt, Rastergrafiken sind also in Ordnung – das Format spielt trotzdem eine Rolle:
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Bei Fotos manchmal. Für ein Logo ist eine Vektordatei die sichere Antwort, denn sie hat keine Auflösungsgrenze und wird in jeder Größe scharf gedruckt.
Fast. Wenn du dasselbe Vektor-Logo als AI, SVG, EPS und PDF hast, deckst du Druckerei, Stickerei, Werbetechnik und Webdesign ohne Umwandlung ab.
Hast du einen Vektor in einem der gängigen Formate, kann der Dienstleister oder dein Designer ihn meist verlustfrei umwandeln. Hast du nur ein JPG oder PNG, muss das Logo zuerst vektorisiert werden.
Unsicher, welche Datei du für deine nächste Bestellung schicken sollst? Fang mit einem sauberen Vektor deines Logos an. Danach ist das passende Format für jeden Dienstleister nur noch einen Export entfernt.
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